Frei – Weitblickend – Gut

 

Die Freie Wählergruppe Montabaur e.V. - eine politische Zeitreise

 

Eine völlig verfehlte Politik der etablierten Parteien im Stadtrat von Montabaur, im Zusammenhang mit der dringend benötigten zukunftsorientierten Neustrukturierung des alten Stadtkerns, führte im Jahre 1978 zur Gründung der Freien Wählergruppe Montabaur e.V.!

Mann der ersten Stunde war Paul Heinz Schweizer, der in anderen „Parteifunktionen“ bereits kommunalpolitisch erprobt und erfahren war.

Er sammelte um sich herum eine Schar Gleichgesinnter aus dem allgemeinen Bürgertum aber und insbesondere aus der Kaufmannschaft. Der Einzelhandel bangte ob der vorgesehenen und geplanten baulichen Veränderungen innerhalb der seit Jahrhunderten gewachsenen Infrastruktur um seine Existenz.

Nach nur einer Sondierungsversammlung in der Gaststätte von Willi Bongard im altehrwürdigen Mons-Tabor-Stadion an der Koblenzer Straße, fand am 20. September 1978 im Restaurant „Strandbad Café“ die Gründungsversammlung statt. Dabei wurde die Satzung beschlossen und Paul Heinz Schweizer zum 1. Vorsitzenden, Gerd Wesmann zum 2. Vorsitzenden und Horst Maur zum Schatzmeister gewählt. Die Eintragung im Vereinsregister beim Amtsgericht in Montabaur erfolgte am 27. April 1979 unter der Register-Nr. VR 928.

Da in 1979 bereits die Kommunalwahlen anstanden, musste kurzfristig ein Wahlvorschlag aufgestellt werden. In der Mitgliederversammlung am 19. Dezember 1978 wurden hierfür die Kandidaten gewählt. Mit Paul Heinz Schweizer an der Spitze gingen die Freien Wähler ihr Ziel an, in den Stadtrat von Montabaur einzuziehen. Dies gelang mit Bravour. Mit rd. 25 % Stimmenanteil und 7 Sitzen, eroberte die FWG das Stadtparlament und ist bis heute drittstärkste politische Kraft in Montabaur.


Neben Paul Heinz Schweizer nahmen Gerd Wesmann, Reinhard Lorenz, Rudolf Rossbach, Werner Diel, Helmut Rüddel und Heinz Teves ihre kommunalpolitische, erfolgversprechende Arbeit im Rat der Stadt Montabaur auf.

Ein besonderes und sehr entscheidendes Merkmal der Freien Wähler ist, dass die gewählten Vertreter keinem Fraktionszwang unterliegen. Jeder ist in seinen Entscheidungen frei. Dieser auch heute noch geltende Grundsatz, führte in 1988 zu politischen, vereinsinternen Diskussionen, die schlussendlich zu einer Aufspaltung in zwei unabhängigen Gruppierungen führten. Ab 1989 gab es somit zwei Freie Wählergruppen, die zur Kommunalwahl antraten.

Aus der Kommunalwahl ging die FWG Montabaur e.V. wiederum erfolgreich hervor und stellte erstmals mit Horst Maur einen Beigeordneten.

Im Jahre 2003 übernahm Franz-Josef Eschenauer, der bereits seit 1980 im Stadtrat saß, von Paul Heinz Schweizer nach dessen 25jährigem erfolgreichen Wirken das Amt des 1. Vorsitzenden. Michael Gummersbach wurde zum 2. Vorsitzenden und Helmut Rüddel zum Schatzmeister gewählt.

Der plötzliche Tod von Franz-Josef Eschenauer im Januar 2009 riss eine große Lücke in den Reihen der Freien Wähler. Franz-Josef war ein unermüdlicher Motor nicht nur in seiner Fraktion sondern im gesamten kommunalpolitischen Umfeld, auch auf Kreis- und Landesebene. Seine Arbeit war bestimmt mit Weitblick, verbunden mit hohem persönlichen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit und nur den Bürgerinnen und Bürgern verpflichtend. Dem unermesslichen Einsatzwillen des 2. Vorsitzenden Michael Gummersbach und Mia Philippi, Stadträtin der FWG seit 2002, war und ist zu verdanken, dass die FWG trotz einer gewissen politischen „Gelähmtheit“ für die anstehende Kommunalwahl 2009 einen Wahlvorschlag mit 28 Kandidatinnen und Kandidaten dem Stadtwahlleiter unterbreiten konnte. Das anschließende Ergebnis mit wiederum 3 errungenen Mandaten war zufriedenstellend aber auch enttäuschend und dem in Rheinland-Pfalz praktizierten Quotenverfahren nach Hare-Niemeyer geschuldet. Der Stimmenanteil der FWG betrug 12,8 %!

Christof Frensch, Mia Philippi und erstmals Uwe Volkmann zogen in den Stadtrat ein. Letzterer übernahm den Fraktionsvorsitz und ebenfalls als „neues“ Mitglied trat Karl-Josef Hübinger das Amt des Beigeordneten an, weil Horst Maur, der dieses Amt seit 1983 ausübte, aus Altersgründen nicht mehr kandidierte.

In der ersten Mitgliederversammlung nach den Kommunalwahlen am 30. Juni 2009 wurde Harald Hansen, Neubürger von Montabaur, zum 1. Vorsitzenden, Uwe Volkmann zum 2. Vorsitzenden und Helmut Rüddel zum Schatzmeister gewählt.

Mit dem Tod von Paul Heinz Schweizer im Oktober 2012 verlor die FWG Montabaur ihren Gründer und einen ihrer profiliertesten Persönlichkeiten.

Im Februar 2013 musste Harald Hansen nach vier erfolgreichen Jahren das Amt des 1. Vorsitzenden aus beruflichen und familiären Gründen abgeben. Bis zu den turnusmäßigen Neuwahlen nach den Kommunalwahlen am 25. Mai 2014, übernahm Uwe Volkmann den ersten und Christof Frensch den zweiten Vorsitz.

Die Freien Wähler im allgemeinen aber und insbesondere die Freie Wählergruppe Montabaur e.V. ist seit Jahrzehnten eine wichtige Kraft in der politischen Mitte. Sachbezogen, unabhängig und bürgernah setzen wir uns jenseits aller Parteiideologien für die Menschen vor Ort in unserem überschaubaren Umfeld ein. Dabei achten wir zuvörderst auf eine Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung. Wir betreiben eine bürgerbezogene Stadtpolitik mit gesundem Menschenverstand, wirtschaftlicher Vernunft und ohne politische Scheuklappen. Politisches Ziel der FWG ist eine umfassende und verständliche Information und Beteiligung der Bürger bei wichtigen Planungsvorhaben und Entscheidungen, die Montabaur und seine Stadtteile betreffen.

Dabei achten wir auf Offenheit und Glaubwürdigkeit, verbunden mit der notwendigen transparenten Darstellung jedweder politischer Entscheidungen.

Die FWG Montabaur e.V. ist das einzige Sprachrohr für die Bürgerinnen und Bürger im Stadtrat.

Wir sind die Bürger!

 

Thomas Seel

 

1. Vorsitzender